Die neue Berichtspflicht zu nachhaltigem Wirtschaften

Was sich ändert und warum sich eine mehrsprachige Auflage des Nachhaltigkeitsberichts lohnt

Der Begriff Corporate Social Responsibility (CSR) ist schon lange kein Nischenthema mehr: Hinter CSR steht ein weites Themen- und Aktivitätsfeld rund um die Verantwortung von Unternehmen für ihr Handeln und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft. Darunter fallen ökologische, soziale und ökonomische Aspekte, über die Unternehmen nun auch in Deutschland mindestens einmal jährlich berichten müssen. Denn immer mehr Kunden, Investoren und Geschäftspartner beziehen – neben wirtschaftlichen Kennzahlen – nachhaltigkeitsbezogene Kriterien in ihre Entscheidungen ein.

Berichtspflicht zur Nachhaltigkeit ab 2017

In Ländern wie Dänemark, Frankreich und den Niederlanden sind Unternehmen bestimmter Größen schon seit Jahren dazu verpflichtet, einen Lagebericht über Sozial- und Umweltbelange zu verfassen. Ab diesem Geschäftsjahr ist die Berichterstattung über unternehmerische Nachhaltigkeit auch in Deutschland verpflichtend, gemäß einer 2014 verabschiedeten EU-Richtlinie. Berichten müssen

  • kapitalmarktorientierte Unternehmen
  • mit mehr als 500 Mitarbeitern,
  • deren Umsatz bei über 40 Millionen Euro oder deren Bilanzsumme bei über 20 Millionen Euro an zwei aufeinanderfolgenden Bilanzstichtagen liegt sowie
  • Banken, Versicherungen und Fondgesellschaften, unabhängig davon, ob sie börsenorientiert sind.

Da große Konzerne neben ihren eigenen Aktivitäten auch die ihrer Subunternehmer und Zulieferer abbilden müssen, sind auch kleine und mittelständische Unternehmen dazu angehalten, in soziale und ökologische Maßnahmen zu investieren und diese zu dokumentieren.

Keine starren Formvorgaben

Um ihrer Berichtspflicht nachzukommen, können Unternehmen verschiedene Formate verwenden und ihre Leistungen anhand vorgegebener Kriterien und Indikatoren dokumentieren. Einer dieser Standards ist der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK), der vom der Rat für Nachhaltige Entwicklung entwickelt wurde. Er basiert auf den Kriterien der Global Reporting Initiative (GRI) und den ESG-Indikatoren des Europäischen Finanzexpertenverbandes EFFAS, die auch jeweils als Leitfäden für die Berichterstattung gewählt werden können. Eine andere Möglichkeit, der Berichtspflicht nachzukommen, ist die sogenannte integrierte Berichtserstattung: Anstelle eines separaten Nachhaltigkeitsberichts werden die nicht-finanziellen Informationen des Unternehmens zusammen mit den monetären Aspekten im jährlichen Geschäftsbericht offengelegt. Unternehmen können sogar eigene Berichtsformate verwenden, müssen diese Entscheidung jedoch begründen.

Auch hinsichtlich der Medien gibt es keine Einschränkungen: Die Berichte können als Online- oder Print-Version publiziert werden, mit interaktiven Grafiken oder eingebundenen Video- und Audiosequenzen.

Potenziale der (internationalen) Berichterstattung

Der DNK würde noch nicht so breit angewendet wie gewünscht, erklärte der Rat für Nachhaltige Entwicklung kürzlich – trotz empfindlicher Strafen, wenn Unternehmen ihrer Berichtspflicht nicht nachkommen. Vor allem für kleine und mittelständische Unternehmen stellt der Nachhaltigkeitsbericht wieder nur eine weitere Auflage dar. Der zusätzliche Aufwand lässt sich nicht ignorieren – valide Prozesse müssen etabliert werden, um transparent zur CSR berichten zu können. Doch er bietet auch große Chancen: Neben Daten und Fakten können Unternehmen sich im Nachhaltigkeitsbericht als verantwortungsbewusst handelnde Firmen positionieren; sie können Kunden, Investoren und zukünftigen Bewerbern ihre Geschichte, Werte und Vision adäquat vermitteln und Vertrauen stärken. So kann der Nachhaltigkeitsbericht zu einem wirkungsvollen Instrument der Unternehmenskommunikation werden.

International agierende Unternehmen müssen ihre Nachhaltigkeit in verschiedenen Sprachen publizieren, insofern sie der Berichtspflicht anderer Länder unterliegen. Ihre Berichte freiwillig in mehreren Sprachen aufzulegen bietet Unternehmen unterschiedlicher Größe immer auch die Möglichkeit, neue Kunden und Anleger anzusprechen und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und sich glaubhaft in neuen Märkten zu platzieren.

Für mehr Informationen zur Übersetzung von Nachhaltigkeitsberichten – nach gängigen oder Ihren individuellen Standards – kontaktieren Sie uns gerne unter go@lennon.de.

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